schwarz weiß grau
Zwei Menschen, einer schwarz einer weiß, sitzen sich gegenüber und sind zusammen.
Schon länger. Man kennt sich.
Einer ist schwarz einer ist weiß, genauso hat es auch angefangen, doch ist der Geist so endlich.
Schon wieder.
Zusammen sind sie sich begegnet, der Tag war verregnet, der nächste feucht fröhlich.
Seitdem kennt man sich.
Das ist jetzt Jahre her, keiner zählt sie mehr, aber man erzählt sich noch, dass da noch etwas wär’.
Wer glaubt’s wirklich.
Da sagt schwarz so zu weiß: “ey du weiß, weißt du was das heißt, dass das wieder so ist?”
“So unterschiedlich?”
“Ja so wie du und ich, so wie Schatten und Licht”, “aber da ist doch noch mehr, man sieht’s geht man näher” …und keiner erkennt wirklich.
Es geht von schwarz über weiß, und beide wissen, was dass heißt, keiner gibt nach,
die ganze Nacht gibt es Streit. …was für ein Tag.
Doch der nächste ist besser, seit vielen Jahren wird es so schlechter, man lernt sich kennen im Streit
der eine schwarz, der andere weiß.
Nach außen ergeben sie grau, denn keiner weiß so genau, Genaues weiß man nicht, nach außen …dringt nur graues licht.
Doch sie kennen sich so und das lieben sie wohl, beide wissen wie es wär, wär es genau nicht so.
…kompliziert.
Davon leben sie, da kommt ihre kraft her, und da wo die herkommt, ist sicher noch mehr
…so lieben sie.
…für immer schwarz für immer grau, nie wirklich weiß, aber man weiss es genau,
…das ist es, …letztendlich, ich ergeb mich …und bin vergänglich
nein nie!
Zwei Menschen, einer weiß einer schwarz, sitzen sich gegenüber und sind zusammen.
Schon länger. Man kennt sich.
Einer ist weiß, einer ist schwarz, einer ist weicher, einer ehr hart, sie sind ewig zusammen.
Unzertrennlich.
Einer greift an, einer gibt nach, man wechselt sich ab, stößt zusammen, man vergibt sich
Schon wieder. Na endlich!
Mal auseinander, mal zusammen, mal daneben, dann wieder gefangen, man verfängt sich lebend
aber befremdlich.
Für immer schwarz, für immer weiß, was auch immer das für jeden heißt, ist das so wie man’s versteht, egal nur dass es geht,
ist entscheidend, schön wie es ist, nicht wie es scheint,
dem Menschen wird ans Herz gelegt, dass er nur ein Mensch bleibt …
na endlich!
wilhelm busch funk
Davorne gleich, nährt sich die Kreuzung.
Sie ist grell und laut und voller Zeugung,
dass das was hier ist, hier zu sein hat,
nur dem Ohr schwind seine Kraft.
Es peitscht und rollt und schnellt und tost,
mittendrin grad ich und steh getrost
im Schattenlicht einer Laterne.
Ihr licht fand mich schon in der Ferne,
als ich mit eilem Schritt, der Kreuzung nahte
und mit Teufelswerk in Hand mich plagte
ein wirklich grausig Apperat,
sei Fernsprecher er jetzt genannt.
Ich rührte ihn, er rührte dich,
und kontaktierte Blitz wie Licht,
uns beide an einen leeren Ort,
…nun ists zu laut und du bist fort
“Ich ruf zurück.” schreie ich.
es geht ums schreiben
„Und?“
… Nichts. ….„
Was Nichts?“
Nichts! …Es ist nichts.
…Und weder entspannte sich die Lage, noch war alles zu Ende. Ja, sie lebten noch. Aber es war nichts…
Mit allem hatte man gerechnet, viele Leute haben viele Gedanken, Rechenzyklen und Zeit investiert, um alle nur möglichen Szenarien zu kalkulieren, alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert, um den letzten Schlag nicht ungehört verhallen zu lassen.
„Und jetzt?“ …nichts.
Der Konflikt besteht seit seit vielen Generationen, seit Menschengedenken und wahrscheinlich noch davor. Er ist Teil der Sache selbst, im Ursprung, seit dem Ursprung, wegen dem Ursprung. Entstanden, weil er entstehen muss. Warum auch immer, jetzt ist er da und noch nie war die Lage so kompliziert wie heute. Jetzt, wo man reagieren muss…
„Worum geht es?“
…um alles und nichts, um Sein und nicht Sein. Eine völlig neue Welt würde sich erschließen oder untergehen, bevor sie jemand gekannt hätte. Anstatt Fragen zu stellen könnte man Antworten geben. Was denkst du, was jetzt kommt, welche Welt hat bis jetzt angefangen sich zu erbauen, welches Gefühl wird am Ende den Kontext überleben?
…das solltest du jetzt aufschreiben!
Kann man machen, kann man aber auch lassen. Schreiben um zu schreiben, schreiben um zu atmen, leben um zu schreiben und atmen um zu leben. Oder auch nicht. Aber warum nicht! Also am besten doch, denn …es kann spannend sein …und man kann dabei lernen …Vieles. Über konkrete Dinge oder Dinge an sich oder/und die Dinge an sich. Über sich und generell was Sein ist. Wie man ist. Warum man schreibt. Was man ist.
„Was soll das?“
Einleitung
Jetzt kommt der Abspann.
„Wo ist er Hauptteil? Wo ist das Drama?“
Immer schon da gewesen, schreiben um zu schreiben, atmen um zu leben, das Drama ist die Sache an sich …und das Schöne.
Obwohl Drama nichts Schlechtes heisst, nur etwas relatives, wahrgenommenes, gefühltes, …so als ob man dem Fernweh nachgibt, um Heimweh zu erfahren. Oder plakative Bilder: der Flüchtende, der Reisende, der Heimkehrer, Drama ist, was man in einem Prozess erlebt.
„Aber gerade war alles noch am Ende, kurz vorm Nichts!“
Mag sein, aber vielleicht ist Nichts wirklich nichts …und man muss sich jetzt damit abfinden. Manchmal ist da zu viel was Zuviel ist, eigentlich nichts und man fragt sich, was es überhaupt ist. Ein Problem? Ein kritischer „Blocker“ mit Priorität 1 oder einfach das ganz Normale, …der Alltag für jeden und alles oder niemanden.
„Langsam reicht’s!“
Denk ich auch.
„Das war’s“
dann sag du doch, wie das Gefühl am Ende jetzt sein sollte.
das ende eines gedanken
Es ist immer da, habe ich erkannt, aber ich vergesse. Der Augenblick, da mir klar wurde, wie sehr, wie voller Gedanken die Zeit an ihnen erstickt, ist der Moment in dem ich meinen Blick gelöst und mich umgeschaut habe.
Ja, das ist der Raum ohne Türen, mit verschiedenen Fenstern und ich mitten drin, ohne Möglichkeit mich zu entziehen, nur mit der Wahl, durch welches Fenster ich mein ICH vergessen lasse, welche Fenster ich schon gekannt habe.
Es ist nicht trivial, ich bin verrückt, meine Gedanken laufen Kreise und ich sitze sehr lange Zeit in der Ecke. Ich will nicht mehr aufstehen. Ich kann nicht mehr.
Habe Angst vor dem was mich erwartet, Angst zu vergessen, was ich gerade noch weiß. Wenn ich doch nur wüsste, was ich nicht mehr weiß, was alles ich schon vergessen habe, unabhängig davon, dass ich weiß, dass ich nichts weiß.
Vielleicht habe ich vergessen wo die Tür ist, vielleicht ist sie doch da und ist versteckt hinter der weißen Tapete, die geziert ist von den Kratzspuren meiner Fingernägel. …Das habe ich schon einmal gedacht und habe versucht hinter die Tapete zu schauen.
Doch es gibt keine Tür, die mich wohlbehalten hier raus führt, es gibt nur diese verdammten Fenster, die nicht mal wissen, dass ich existiere und ich soll akzeptieren, dass das der unglaubliche Umfang meiner Summe an Möglichkeiten ist, diesem Raum zu entfliehen.
…Lasst die Gedanken fliegen. Was sollen wir mit kranken Gedanken. Was ist, wenn ich die Wahl habe krank zu denken. Das eine Fenster ist tief schwarz. Es fällt überhaupt kein Licht durch, nicht ein Strahl. Vor einiger Zeit, habe ich nur davor gestanden, meine Angst war weg, was wollte ich vergessen. Das schwarze Fenster? Es hätte nichts geschadet.
Um so trauriger ist es, dass ich jetzt hier in der Ecke sitze. Nicht mal das schwarze Fenster kann ich mehr ansehen. Es ist etwas anderes, was mich abhält, was mir die Kraft raubt und an meinen Gedanken zerrt.
Es ist mein Dasein, das bin ich, das ist in mir, die Welt meiner Gedanken, mit verschiedenen Arten die Welt zu sehen, mit verschiedenen Fenstern und verschiedenen Ängsten, die mich von Fenster zu Fenster treiben und manchmal verlassen in die Ecke führen.
Das führt alles nirgendwo hin, das führt alles zu dieser Tür, die ich nicht sehe. Das führt alles aus mir heraus. Wo bin ich nur, wo bin nur ICH.
Ich habe nie darüber nachgedacht, woher ich wissen konnte, wie es in dem Raum aussieht, ob er beleuchtet ist und wie ich den Weg in die Ecke gefunden hab, in der ich sitze. Es war klarer Teil meines Verstandes, dass alles genauso ist.
Aber vielleicht ist es so gar nicht, vielleicht ist es ganz anders und anstatt in der Ecke, sitze ich in der Mitte des Raumes. Ich biege meinen Verstand über die Zeit zu einem Raum und weiß nicht mal wo genau ich bin, …und ob ich überhaupt bin.
Bin ich das Resultat meiner Gedanken oder resultiere ich aus den Gedanken anderer? Sind meine Gedanken das Resultat meines Seins. Wer denkst du bin ich und wie sehr ist das, was ich bin, davon abhängig was du denkst.
Und aufeinmal, nach vielen dunklen Zeiteinheiten meiner relativen Gedanken-Raum-Zeit, kann ich es sehen. Das Licht fällt durch ein Fenster in der entfernteren Raumwahrnehmung meiner Gedanken. Es leuchtet so hell, dass ich keine Angst verspüre. Ich will aufstehen und sehen und will endlich verstehen.
Ich stehe auf. Ich nähre mich, Schritt für Schritt, mit der gebotenen Langsamkeit, die ein Geisteswandel erfordert, doch mit genug Tatendrang und voller Hoffnung, meinem ICH einen Lichtstrahl näher zu rücken.
Ich bin angekommen.
Das war der Anfang.
…Ich bin am Ende.
zu wenig student
Zu viel Mathe macht den Kopf zu einem Vektorraum,
über dem jede Operation den Nullvektor als Resultat hat.
Zu viel Algorithmen macht den Kopf zu einem Graphen,
mit einem einzigen Knoten, der undendlich viele Schlingen besitzt.
Zu viel Programmieren macht den Kopf zu einem Anweisungsblock,
der rekursiv verkettete Nullpointerlisten erzeugt.
Zu viel MTA macht den Kopf zu einem zeitlich invarianten System,
dessen Impulsantwort auf beliebige Impulse weißes Rauschen ist.
…man hätte aber auch früher anfangen können

















